Geboren am 7. Oktober 1925 in Mersinke, einem kleinen Dorf in Hinterpommern. Zweites Kind unter vier Geschwistern. Der Vater war Schmiedemeister, der Großvater mütterlicherseits Gutsverwalter. Die Vorfahren stammen z. T. aus Ostpreußen, Russland, aus dem Salzburgischen. Besuch einer zweiklassigen Volksschule, Vertrautwerden mit den Eigenheiten des dörflichen Lebens, der Landschaft. Mithilfe bei den anstehenden Arbeiten im Haus, im Stall, auf dem Feld.

Die Schmiede: Ort und Anlaß kindlichen Staunens. Erste Basteleien. (Wer macht den schönsten Hufnagel mit gleichmäßig ausgeformtem Kopf?) Ein Zweifaches: Starke Einbindung in das Geforderte und Freiraum für Spiel, Auslauf, Selbsterprobung.

Alleiniger Arbeitgeber (und Herr des Gemeinwesens) war der Gutsbesitzer. lm Herbst zogen die Familien mit Kind und Kegel auf die Kartoffeläcker. Es galt, mitzuhalten und ein Zubrot zu verdienen. Erinnerlich das Sterben einer neunköpfigen Tagelöhnerfamilie. TBC. Der wunderschöne See mit seinen drei verschiedenartigen Inseln, dessen Eisdecke im Winter donnernd zerbarst. Die feinen Adern einer geheimnisvollen Geometrie; die Verwerfungen der Fläche bekam der Schlittschuhläufer zu spüren, wenn er sich gar zu sorglos tummelte.

Erinnerlich auch Erscheinung und Wesensart der Großmama, die, mit einer Handarbeit beschäftigt, den Enkeln Märchen und Geschichten erzählte. der »Hof'sche Garten«, ein eingefaßter, abgeschirmter Park mit dem Schloß, einem Pavillon, dem Bootssteg.

Manche Bewohner des Dorfes kannten diesen Bezirk gesicherter, kultivierter Existenz nur vorn Hörensagen. Etwas verändert sich: Die Väter und Burschen machen Übungen in einer braunen Kluft, wir Buben verstehen nicht, warum unsere Begeisterung für den Negus, für den Freiheitskampf der Abessinier von den Erwachsenen nicht geteilt wird. Auch nicht von unserem Lehrer.