1946 Übersiedlung nach Herrsching. Zimmer und Arbeitsmöglichkeit im Haus des Tierplastikers Prof. Krieger. Studium an der Akademie München. Erster Lehrer Prof. Wackerle, Schwerpunkt Bildhauerei. Später, parallel dazu, Malerei bei Prof. Gött. Zeichenlehrerausbildung und 1. Staatsexamen (Marxmüller).

Kennenlernen der »verfemten Kunst«. Nachhaltige, prägende Eindrücke: Dix, Kokoschka, Modersohn-Becker, Grosz, die modernen Italiener. Freundschaft mit Distler, Frettlöh, Koenig und Urban Thiersch.

Reisen nach Berlin zu Heiliger, nach Hamburg zu Scharff, an die Folkwangschule nach Essen (Schardt). Broterwerb durch kleine Aufträge, Zeichnungen, Illustrationen. Ich portraitiere u. a. (und teils aus eigenem Entschluss) den Clown Grock, den Geiger Vegh, Fritz Nemitz, den Initiator der Gruppe 47, Hans Werner Richter, den Schauspieler Dahlie, Hilde Weißner, den Chef des Graunke-Orchesters.

Meisterschüler-Atelier (zusammen mit Rosa) in der Bildhauerklasse Prof. Hiller. Stipendiat der Studienstiftung. (Eröffnung eines Bankkontos am Promenadeplatz.) Erste interne und öffentliche Wettbewerbe. Unter den Preisträgern der Kunstausstellung »Eisen und Stahl«, Düsseldorf, Mahnmal der Vertreibung, Ostdeutsche Akademie Lüneburg (das Kuratorium lehnt ab).

Aufnahme in den Berufsverband bildender Künstler, in die »Künstlergilde Eßlingen«, drei Jahre später in die »Neue Gruppe« München. An dieser Stelle sei dankbar erwähnt das Wirken und die Förderung des damaligen Direktors der städt. Galerie. Dr. Arthur Rümann, der auch Kößlinger. Koenig und Habdank unter seine Fittiche nahm.

1953 Beendigung des Studiums an der Akademie. Ausstellung an der Heimvolkshochschule Rastede/Oldenburg. Der Versuch, Unterrichten und eigenes Arbeiten auf einen Nenner zu bringen, scheitert. Rückkehr nach München. Nachholbedarf: Studien im Tierpark Hellabrunn. Zeichnungen, Tierplastik. Beteiligung an Ausstellungen, erste Ankäufe.

Wie wird aus dem Angestrebten, Erworbenen das Eigentliche? Ein Beruf? Am 2.4.1955 heiratete ich Anna-Barbara Pfeifer. Wir gründen eine Familie, sind auf der Suche nach Wohnraum und Atelier, nach einer materiellen wie geistig-seelischen Existenz.